Mein Charakter
Hm, das klingt ein wenig nach Lobhudelei, ist aber der ernstgemeinte Versuch aus dem großen Chaos meiner Gefühle, Fähigkeiten, Ansichten, Eigenschaften und Strategien das herauszufiltern, was man gemeinhin als Charakter bezeichnet ;-)
Ich bin nicht in eine Schublade zu stecken - das haben meine Grundschullehrer bereits mehrfach geäußert. Wenn man glaubt, ich wäre zurückhaltend, wird man am nächsten Tag eines Besseren belehrt, und wenn man glaubt, ich wäre spontan, dann irrt man sich am nächsten Tag ebenso.
Mein Charakter ist somit nicht berechenbaren Launen unterworfen, die es anderen Menschen entweder zu schwer oder scheinbar zu leicht machen mich zu beurteilen.
Ein paar wenige Fixpunkte allerdings gibt es trotz der Launigkeit ;-)
- Ich kann niemandem weh tun - jedenfalls nicht absichtlich
- Ich habe mich gerne unter Kontrolle
- Ich helfe sehr gerne anderen Menschen
- Ich bin nicht sehr ehrgeizig
- Ich bin neutral
In Situationen, in denen ich von anderen Menschen beobachtet werde, die das, was ich gerade mache besser machen können, fühle ich mich unwohl, bin nervös und mache Fehler. In Situationen, wo schnelles Handeln notwendig ist (Medizinischer Notfall, Technischer Defekt) handle ich üblicherweise völlig unbewußt und automatisch, einfach ohne zu denken. Gedanken mach ich mir immer erst hinterher.
Ich habe keine Angst davor Verantwortung zu übernehmen, solange ich zum einen einen Sinn darin sehe, und solange ich die Rahmenbedingungen so beeinflussen kann, daß ich die Verantwortung auch tragen kann. Im Prinzip ist das eigentlich eine schlechte Eigenschaft, da ich zu blindem Gehorsam nur unter bestimmten Bedingungen fähig bin (z.B. medizinischer Notfall, Großschadensereignis etc.), wo eine Diskussion die Gesundheit oder das Leben von anderen Menschen beeinträchtigen kann. Aber bei allem anderen, was ich tue, versuche ich die in mich gesetzten Erwartungen mit so wenig Aufwand wie nötig umzusetzen und prüfe ständig dabei, ob ich das, was ich mache, nicht irgendwie einfacher und effektiver machen könnte Wohl gemerkt: Wenn mir jemand eine Aufgabe zusammen mit einer Anweisung, wie diese Aufgabe zu erledigen ist, dann führe ch sie zunächst aus. Das denken kommt erst während der Arbeit, und das optimieren meiner Tätigkeit auch.