21.04.2018

Grundlage menschlichen Verhaltens: Instinkte

Es ist ein Thema, das vermutlich so alt ist wie der Mensch selbst: Was sind wir, wo kommen wir her, wie sind wir entstanden? Nun, die wenigen Hardcore-Bibeltreuen mögen es mir verzeihen, aber der Mensch ist ein Tier, wenngleich auch eins, das einen Verstand und einen Körper hat, der ihn alle Instinkte und viele Reflexe kontrollieren lassen - wenn er will. Wir stammen nach meiner Überzeugung vom Affen ab - und das trifft nicht nur unseren Körper, sondern auch unsere Nerven, Instinkte und überhaupt alles, was uns ausmacht. Unser Gehirn war in abgespeckter Form ein Affenhirn, und davor war es das Gehirn

niederer Lebewesen, den urgewalten der Natur und größerer Fleischfresser ausgesetzt. Alles, was wir sind, hat die Evolution hervorgebracht, alles, was wir in uns und um uns haben entstand durch zwei grundlegende Baupläne der Natur:

 

  • Sichere das eigene Überleben
  • Sichere Deine Art, denn alleine kannst Du nicht überleben: Fortpflanzung

Auf diese zwei Grundanforderungen kann man nach meiner Überzeugung alles zurückführen, was wir sind und aus was wir bestehen.

Ein Beispiel: Wozu dienen Augenbrauen? Überleben oder Fortpflanzung?

Nun, sie dienen dem Überleben. Wer schwitzt, dem läuft ohne Augenbrauen der Schweiß in die Augen, das brennt und vermindert kurzzeitig die Sicht. Was im Schwimmbad noch egal ist war auf der Flucht vor Fleischfressern tödlich. Menschen ohne Augenbrauen lebten nicht lange.

Noch ein Beispiel: Frauen bekommen beim Verliebtsein rote Wangen, insbesondere wenn sie sich geschmeichelt oder erregt fühlen. Überleben oder Fortpflanzung?

Das ist zunächst einfach, es dient der Fortpflanzung. Doch warum? Eine Frau mit roten Wangen ist für einen geschlechtsreifen Mann noch attraktiver, sie wirkt gesund und fortpflanzungswillig, rote Wangen sind also ein Symbol, auf das der Instinkt eines Mannes (unter anderem) getrimmt ist. Denn nur gesunde Frauen bekommen gesunde Kinder, was der Fortpflanzung und der Arterhaltung dienlich ist. Diesen Effekt nutzen Frauen seit jeher um für Männer attraktiver zu werden: Sie färben ihre Wangen röter als sie sonst wären: Rouge.

Und noch eins: Warum reden Frauen lieber als Männer? Überleben oder Fortpflanzung?

Direkt lässt sich das nicht zuordnen, aber indirekt: Überleben. Frauen sind von Natur aus schwächer gebaut als Männer, da in der Urzeit eine klassische Rollenteilung überlebensnotwendig war: Die Frauen passten auf die Kinder auf und blieben in der Unterkunft, wohingegen die Männer Nahrung beschafften. Anders ging es auch nicht, es gab keine Babyfläschchen ;-) Somit hatten die Frauen weniger körperliche Arbeit und entwickelten weniger Muskeln. Dafür erfanden sie andere Dinge, wie beispielsweise die verbale Sprache. Sie saßen immer zusammen und kommunizierten, weil es sonst nicht viel gab. Die Männer draußen hingegen waren auf knappe Worte oder Laute angewiesen, wenn sie die Tiere nicht aufscheuchen wollten. Männer hatten draußen bei den Männern ein anderes soziales Leben als die Frauen unter sich. Und das ist heute noch so, auch wenn Fußball das jagen abgelöst hat ;-)

Auch noch eins: Warum gehen Frauen immer zusammen auf die Toilette? Überleben oder Fortpflanzung?

Auch wenn es scheint, als wäre es ein aktuelles Phänomen, so liegen die Wurzeln, also die Lust dazu, das zu tun, in der Vergangenheit. Zum einen sind Frauen total gerne unter sich, wie oben beschrieben. Sie plaudern während die Männer weg sind, über alles mögliche, manche mehr, manche weniger, je nach Grad der Weiblichkeit. Oft besteht aber dieser Bedarf auch während Männer anwesend sind, weshalb sie tuscheln oder sich zurückziehen. Hinzu kommt, daß ein Toilettengang in der Urzeit in der Regel bedeutete, daß man sich zumindest abseits der Gruppe begab, meist außerhalb der eigenen Unterkunft. Das allerdings war für die schwachen Frauen gefährlich, zu zweit oder zu dritt fühlten sie sich sicherer.

 

Wenn jetzt aber ein Mann kommt und glaubt, er könne nicht anders, weil seine Instinkte es ihm vorgeben, dann macht er es sich zu leicht: Der Verstand hat immer die Möglichkeit nein zu sagen. Aber je stärker die Reize sind, je schwerer wird das. Allerdings kann eine Frau auch nicht darauf bestehen, daß ein Mann nur dann korrekt handelt, wenn er seine Instinkte unterdrückt. Denn unterdrückte oder nicht ausgelebte Instinkte führen bei Frauen und insbesondere bei Männern zu zunehmender Unglücklichkeit.

Letztendlich sollten Männer und Frauen verstehen, daß Instinkte das Verhalten bestimmen, gewollt oder ungewollt. Und die Natur ist da höchst gemein: Wer seinen Instinkten nachgibt wird vom Körper mit Glückshormonen, Endorphinen, belohnt. Dieser Belohnungsmechanismus ist der gleiche, den auch Drogen ansprechen, es ist unglaublich schwer auf derartige Belohnungen zu verzichten, wenn man sie mal gekostet hat.

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