21.04.2018

Lichterkonzert

dunkel und dämonisch glühen
rabenschwarze geisterbühnen
viele menschen stehen, liegen
sehen zu wie flammen fliegen
herzen kalt wie stahl und stein
können fast nicht menschlich sein
schemenhaft der bühnen licht
undurchdringlich scheint die sicht
manchmal hört man kinder schrein
dürfen hier nicht kinder sein

donnernd kommen vier gestalten
seitlich von dem bühnenrand
jemand muß das licht anschalten
stürmisch hört man hand in hand


in den händen instrumente
königlich in hellem glanz
elektronen sprechen bände
und dazu der teufelstanz

in den massen, da, ganz hinten
sieht man schwach ein kleines licht
alles ist von schwarz umgeben
nur das licht, das ist es nicht

dieses licht ist was besondres
es durchbricht die dunkelheit
die musik ist fast vergessen
verlassen auch ein jeder streit

sichtbar ist es nur sehr schwach
spürbar jedoch mehr und mehr
keiner kann sich ihm entziehen
manche reißt es hin und her

selbst die teufel auf der bühne
hielten ein und starrten nur
einer schüttelt gar die mähne
überall ist frieden pur

so ein licht ist in uns allen
ganz gleich welche farb es hat
es verliert sich nie im dunkeln
und man wird nie von ihm satt

Dirk Blanckenhorn

 

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